Doc Project Lab

Mentoring Workshop
Datum: 21 / 11 / 2020 | 16:00 – 18:00
Ort: Online-Event
Eintritt frei
Branchenevent
Nur für ausgewählte Dokumentarfilmprojekte
Auf Englisch

Drei Dokumentarfilmprojekte, die Geschichten über Sinti* und Roma* Protagonist*innen erzählen. Drei erfahrene Mentor*innenaus Deutschland aus den Bereichen Filmfestivals, Fernsehen und Produktion. 30 Minuten Zeit pro Filmteam, ihre Projekte zu präsentieren, Feedback zu bekommen und Fragen an die Expert*innen zu stellen — zu Themen wie Story, Trailer, Pitch, Finanzierung, Marketing, Post-Produktion, Recht, Filmfestivals oder Distribution. Unser Open Call ging vom 1. bis 30. September 2020. Bewerben konnten sich Filmemacher*innen aus ganz Europa mit Dokumentarfilmprojekten in allen Produktionsstufen, die sich kritisch mit der Repräsentation von Sinti* und Roma* oder anderer marginalisierter Gruppen auseinandersetzen.

 

Mentor*innen:
Andrea Kuhn
Festivalleiterin, Nuremberg International Human Rights Film Festival, Nürnberg
Miriam Carbe
Fernsehredakteurin, ZDF/Arte “Arte Aktuelles”
Alex Tondowski
Produzent, Tondowski Films

 

Special guest:
Lisa Smith
Filmemacherin, Journalistin, Jurymitglied AKE DIKHEA? 2020

 

Ausgewählte Dokumentarfilmprojekte:

 

 

Carmen: No Fear of Freedom

 

In ihrer Nachbarschaft “Las 600” im Süden Spaniens leitet Carmen die erste feministische Selbstorganisation von Romnja im Land. Trotz aller Hindernisse, die sich ihnen stellen, sind diese Frauen bereit, alles zu tun, um einen Platz in der Gesellschaft zu bekommen.

 

Regie: Irene Baqué
Produktion: Carlota Coloma
Produktionsfirma: 15L Films & Service
Produktionsland: Spanien

 

Irene Baqué ist eine in London und Barcelona lebende Filmemacherin, die sich für Geschichten über Identität, soziale Fragen, Geschlecht und Frauenrechte interessiert. Sie hat in mehreren Ländern gearbeitet und lokale Geschichten mit einem filmischen Ansatz einem internationalen Publikum nahe gebracht. In den letzten sechs Jahren hat sie regelmäßig an der Produktion von Dokumentarfilmen für The Guardian mitgewirkt. Im Jahr 2018 zeigte das Sheffield Doc Festival eine Retrospektive ihrer Arbeiten; 2018 wurde sie bei den SIMAAWARDS (2018) für „Filipino women smashing the catholic taboo“ ausgezeichnet; 2015 gewann sie u.a. die „Editorial Campaign of the year“ bei den British Media Awards.

 

 

Carlota Coloma ist Produzentin und Mitbegründerin von 15L Films aus Barcelona. Zu ihren Produktionen gehören “The Settlement” von Alex Sardà, in Koproduktion mit Aljazeera, ausgewählt bei Pitching Docs in Thessaloniki 2019, Medimed 2019, Karama Human Rights Film Festival 2019 und San Sebastian Film Festival 2020; “Casa Bloc” von Albert Badia und Patricia Tamayo, in Koproduktion mit TV3 und Mediapro; “The travel agent” von Niccolò Bruna in Koproduktion mit Progetto Cataclisma (Italien), (2017 MiradasDoc – Bester nationaler Dokumentarfilm; 2015 Internationales Dokumentarfilmfestival Mailand), und gezeigt bei mehreren internationalen Festivals.

 

 

UN Leads On

 

Roma*-Familien und insbesondere ihre Kinder waren seit dem Krieg 1998/99 im Kosovo in UN-Lagern für Binnenvertriebene Bleivergiftungen ausgesetzt. Nach mehr als zwei Jahrzehnten warten sie immer noch auf eine Entschuldigung von den UN.

 

Regie & Produktion: Aleksandar Reljic
Mitautorenschaft & Produktion: Božidar Stojkov
Produktionsfirma: Core Dox
Produktionsland: Serbien

 

Aleksandar Reljic ist ein preisgekrönter Filmemacher, Journalist und unabhängiger Produzent, der die Produktionsfirma „Core Dox” aus Novi Sad, Serbien, leitet. Als Dokumentarfilmer beschäftigt er sich mit Themen wie Xenophobie, Rassismus, Nationalismus, mit Kriegsverbrechen und Menschenrechten. Bei einem Dutzend Dokumentarfilme führte er Regie und war als Produzent tätig, darunter der vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „Enkel“.

 

Božidar Stojkov ist ein preisgekrönter Journalist im Roma*-Ressort des serbischen öffentlichen Rundfunks “Radio Television of Vojvodina”, der sich mit Fragen der Rechte und des Lebens der Roma* in Serbien befasst. Stojkov ist auch Vizepräsident des Rates für die Integration der Roma*, einer öffentlichen Einrichtung in der serbischen Autonomen Provinz Vojvodina.

 

 

 

 

 

Vivien will be Adult

 

Vivien, ein 20-jähriges blindes Roma-Mädchen aus einem kleinen Dorf in Ungarn, wurde 20 Jahre lang von Eszter Hajdu und ihrem Filmteam begleitet. Vivien ist jetzt erwachsen und muss in einem Land, das von der rechtsextremsten Regierung Europas geführt wird, ihre eigenen Entscheidungen treffen.

 

Regie: Eszter Hajdú
Produktion: Sandor Mester
Produktionsfirma: Miradouro Media
Produktionsland: Portugal

 

Eszter Hajdú wurde 1979 in Budapest geboren, derzeit lebt und arbeitet sie in Lissabon. Sie ist eine preisgekrönte Dokumentarfilmerin, die seit 15 Jahren Filme über soziale und menschenrechtliche Themen dreht. Ihre letzten beiden Filme, “Judgment in Hungary” (2013) und “Hungary2018” (2018), wurden auf 50 verschiedenen Festivals gezeigt und gewannen 21 internationale Preise. Mit ihren Filmen kämpft Eszter gegen Diskriminierung, Rassismus und für demokratische Werte und Offenheit. Eszter ist ausgebildete Soziologin und Journalistin. Sie hält regelmäßig Vorträge an Universitäten in ganz Europa.

 

Sandor Mester ist Dokumentarfilmproduzent, Produktionsleiter und Komponist. Seit 2007 dreht er zusammen mit Eszter Hajdu Filme, hauptsächlich über sozial-politische Themen, Menschenrechte, Transparenz und Demokratie. Sandor Mester ist auch ein Spezialist im Management von Kampagnen mit großer Öffentlichkeitswirkung sowie in der Organisation von Festivaltouren für Filme. Er leitet Filmproduktionsfirmen in Ungarn und Portugal.

 

 

 

Mentor*innen:
  • Alex Tondowski
  • Alex Tondowski
  • Alex Tondowski begann in den 1980er Jahren als Bühnenschauspieler in Paris, London und New York. Danach setzte er seine Karriere als Filmschauspieler in Los Angeles fort. Im Jahr 2004 zog er nach Berlin und begann mit seiner Frau Ira Filme zu produzieren. Heute hat Tondowski Films Büros in Berlin, Leipzig und Bonn. Sie gewannen unter ...
  • Andrea Kuhn
  • Andrea Kuhn
  • Andrea Kuhn leitet seit 2007 das Internationale Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte. Sie ist ausgebildete Filmwissenschaftlerin und unterrichtete acht Jahre lang Filmwissenschaft an der Uni Erlangen. 2008-2010 war sie Vorsitzende des Human Rights Film Network, einem Zusammenschluss von 42 Filmfestivals zum Thema Menschenrechte weltweit. Seit 2014 ist sie Vorsitzende des Verbands Bayerischer Filmfestivals. Andrea Kuhn ist ...
  • Lisa Smith
  • Lisa Smith
  • Lisa Smith hat einen MA in Erziehungswissenschaften und ist Vorsitzende von ACERT (dem Beirat für die Bildung von Roma und anderen Travellers). Derzeit ist sie Jugendredakteurin bei Travelers’ Times, einer Zeitschrift für Roma* und Travellers, die junge Menschen durch Journalismus, Medien und Schulungsprogramme unterstützt. Lisa ist auch eine Kreativproduzentin und hat an einer Reihe von ...
  • Miriam Carbe
  • Miriam Carbe
  • Miriam Carbe ist seit zehn Jahren Redakteurin bei ZDF/Arte in Mainz, zunächst in der Redaktion Wissen, seit 2016 in der Redaktion Aktuelles, die Themenabende, Geopolitik, Geschichtsformate und das tägliche Reportageformat “Re:” betreut. Sie hat in München, London und Berlin Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie studiert und ist Absolventin der Deutschen Journalistenschule. Als freie Autorin hat sie ...

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