PODIUMSDISKUSSION: DARSTELLUNG VON ROMA IM FILM

Datum: 21. Oktober 2017
Uhrzeit: 18:30 – 20:00
Ort: Lounge in Moviemento, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin
Auf Englisch
Eintritt frei

 

In den letzten Jahren sind vergleichsweise viele Filme über Roma entstanden – die meisten davon mit den besten Absichten der Sensibilisierung und Aufklärung. Und dennoch sehen wir immer wieder die gleichen Bilder von fremden, bettelnden Menschen oder verwahrlosten Kindern, manchmal läuft ein Musiker oder eine hübsche, junge Tänzerin durch das Bild. Nur einige wenige Filme zeigen, dass es auch anders geht. Wie gelingt es? Und sind dann noch Filme über Roma überhaupt möglich?

 

MODERATION

Gaby Babić
geboren 1976 in Frankfurt am Main, studierte Theater-, Film und Medienwissenschaft, Germanistik und Politologie. Sie arbeitete am Goethe-Institut Sarajevo und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Konstanz. Seit 2008 als freiberufliche Filmkuratorin und Kulturmanagerin für diverse Filmfestivals und Kulturinstitutionen tätig. Von 2010 bis Ende September 2017 leitete sie goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films, Wiesbaden.

 

 

EXPERTS

Damian Le Bas
wurde 1985 in England geboren, er ist Schriftsteller, Dichter und  Filmemacher. Er hat Theologie in Oxford studiert, arbeitete vier Jahre lang als Redakteur bei der Travellers‘ Times und produzierte einige Kurzfilme, in denen er oft die britische Variante des Romanes verwendet. 2016 hat er den Royal Society of Literature den Jerwood Award in der Kategorie „Non-Fiction“ erhalten. Sein erstes Buch THE STOPPING PLACES erscheint 2018.

 

Andrea Pócsik Ph.D.
Dozentin an der Pázmány Péter Catholic University. Ihre wichtigsten Forschungsgebiete sind Film, Kulturwissenschaften und Romistik sowie Medienarchäologie. Ihre letzte Forschung zur Darstellung von Roma im Film und in Medien wurde vor kurzem mit dem Titel PASSING – THE (AN)ARCHAEOLOGY OF ROMA IMAGE MAKING veröffentlicht. In ihren akademischen Aktivitäten widmet sie sich dem Ziel, engagierte Wissenschaft zu zähmen und kulturellen Widerstand zu leisten. Dazu erarbeitet sie neue Unterrichtsmethoden für Film- und Medienbildung und Kulturwissenschaften. 2011 gründete sie Roma Visual Lab. Sie arbeitete als Filmkuratorin und als akademische Expertin im RomArchive.

 

Galya Stoyanova
Fotografin, Dokumentarfilmemacherin, Anwältin und Mitglied der International Romani Film Commission. Sie absolvierte ein halbjähriges Training in der Romedia Foundation in Budapest, wo sie ihren ersten Dokumentarfilm PAGES OF MY BOOK entwickelte. Sie arbeitete bei Romedia Foundation als Regieassistentin, momentan entwickelt sie einen Dokumentarfilm über LGBT Menschen innerhalb der Roma-Communities in Bulgarien mit Fokus auf die Frauenperspektive.