Jury 2019

Die Festivaljury ist ein internationales Gremium, das sich aus Film- und Medienprofis mit und ohne Romno-Hintergrund zusammensetzt. Die Mitglieder wechseln jedes Jahr. Ihre Aufgabe ist es, über die offizielle Auswahl des Filmfestivals sowie über die Vergabe der Preise für die besten Filme zu entscheiden. Im Jahr 2019 setzt sich die Jury aus folgenden Experten zusammen:

 

(c) Stephanie Ballantine

László Farkas aka Gypsyrobot ist ein ungarischer Medienproduzent, DJ und Roma-LGBTQI-Aktivist. Er ist der Hauptorganisator des Roma-LGBTQI-Wagens bei der Budapest Pride. Er ist Gründer und Herausgeber des Medienprojekts „QRTV Europa“ für queere Roma. Im Jahr 2014 wurde ihm vom Program „Dr. Varga Jozsef Hungarian Rural Talent Encouragement“ die Anerkennungsurkunde als „exemplarischer Berufseinsteiger“ verliehen. Von 2015 bis 2017 war er Mitglied der Online-Jury bei den Digital Media Awards für das führende ungarische Magazin für kreative Kommunikation, Kreativ.hu. László Farkas wurde für den ungarischen Roma-Pressezentrumspreis „Aranypánt-díj“ nominiert, der an erfolgreiche ungarische Roma-Jugendliche vergeben wird. Im Jahr 2018 war er einer der Künstler*innen der 1. Roma-Biennale in Berlin.

 

Gilda-Nancy Horvath ist Journalistin, Digital-Media-Produzentin und Künstlerin, Autorin, Unternehmerin und Beraterin. Die Lovara-Romni wurde in Wien geboren, wo sie begann an Grassroot-Projekten für die Roma-Gemeinschaft zu arbeiten. Von 2005 bis 2015 arbeitete sie als Journalistin, Moderatorin und TV-Produzentin für den ORF in Österreich. Während dieser Zeit studierte sie Journalismus und Neue Medien. 2016 gründete Gilda-Nancy Horvath die Romanes-Nachrichtenplattform romblog.at, darunter ein Bildungsprogramm für Roma und Sinti in Wien. Im Jahr 2017 kuratierte sie die Ausstellung „Romane Thana“ im Wien Museum. Außerdem ist sie Mitbegründerin zweier Radiosender für Roma-Musik in Wien: high-live.com und hood-music.com. Im Jahr 2019 wurde sie Vorstandsmitglied von ERIAC – European Roma Institute for Arts and Culture.

 

Zharko Ivanov ist Sprach- und Literaturwissenschaftler an der Philologischen Fakultät in Skopje, Mazedonien. Im Jahr 2006 besuchte er das Film Art College in Sofia, Bulgarien, woraufhin er einen Master in Kulturwissenschaften an der Universität Skopje und einen Master in Animationsfilmregie an der Universität für audiovisuelle Kunst absolvierte. Derzeit ist er Doktorand in Film- und Literaturtheorie mit dem Schwerpunkt auf der Adaption von literarischen Werken in den Film. Er ist Präsident der mazedonischen Niederlassung der International Animated Film Society (ASIFA) und Gründer der Produktionsfirma „Flip Book“, mit der er über 20 kurze Animations-, Dokumentar- und Live-Actionfilme produziert hat. Filme, bei denen er Regie führte, wurden auf mehr als 100 Festivals weltweit gezeigt und mit mehr als 15 Preisen ausgezeichnet.

 

Lea Wohl von Haselberg studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Ihre Doktorarbeit schrieb sie in Hamburg und Haifa über die Darstellung jüdischer Filmfiguren im (west)deutschen Kino und Fernsehen, die 2016 veröffentlicht wurde und mit dem Joseph-Carlebach-Preis der Universität Hamburg ausgezeichnet wurde. Sie ist Medienwissenschaftlerin an der Filmhochschule Babelsberg Konrad Wolf und assoziiertes Mitglied des Selma Stern Center for Jewish Studies. Derzeit arbeitet sie an einem Forschungsprojekt zur deutsch-jüdischen Filmgeschichte. Sie hat Arbeiten zu Themen veröffentlicht wie jüdische Filmemacher, Antisemitismus und Film, Erinnerungskultur und Multidirektionalität in (audiovisuellen) Erinnerungskulturen. Sie ist Mitglied der Redaktion der Zeitschrift Jalta Positionen zur jüdischen Gegenwart.