WORKSHOP: REFLEXIONSRAUM FILMFESTIVALS

Datum: 07  / 12 / 2019

Uhrzeit: 16:00 – 18:00
Ort: neue Gesellschaft für bildende Kunst – Oranienstraße 25, 10999 Berlin
Zugang über das 1. Treppenhaus im Vorderhaus
Beschränkt barrierefrei / Keine WC für Menschen im Rollstuhl

Eintritt frei
Anmeldung erforderlich: caspar@roma-filmfestival.com

Auf Englisch (Dolmetschen ins Deutsche auf Anfrage)

 

Bei identitätsbasierten Filmfestivals, seien es Roma-, jüdische, queere oder andere Filmfestivals, stellen sich spezifische Fragen an die Organisator*innen, die Filmprogramme und das angesprochene Publikum. An wen richtet sich das Festival? Und mit welchen impliziten und expliziten Zielen? Welche Hoffnungen oder Wünsche sind mit dieser Sichtbarkeit verbunden? Und was macht es für einen Unterschied, wer die verantwortlichen Filmemacher*innen hinter einem Film sind? Was sind die politischen und ästhetischen Kriterien für die Filmauswahl?

Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und Filmemacher*innen können manchmal unterschiedliche Antworten auf diese Fragen finden. Der Workshop bietet Festivalveranstalter*innen, Kulturschaffenden, Medienschaffenden und anderen Interessierten die Möglichkeit, diese Fragen gemeinsam zu reflektieren. Es wird kleine Beiträge geben und Raum für offene Diskussionen. Der Schwerpunkt liegt auf audiovisueller Sichtbarkeit, Stereotypen und Identitätspolitik.

 

Referentin: Lea Wohl von Haselberg, Jurymitglied 2019.

Lea Wohl von Haselberg studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Ihre Doktorarbeit schrieb sie in Hamburg und Haifa über die Darstellung jüdischer Filmfiguren im (west)deutschen Kino und Fernsehen, die 2016 veröffentlicht wurde und mit dem Joseph-Carlebach-Preis der Universität Hamburg ausgezeichnet wurde. Sie ist Medienwissenschaftlerin an der Filmhochschule Babelsberg Konrad Wolf und assoziiertes Mitglied des Selma Stern Center for Jewish Studies. Derzeit arbeitet sie an einem Forschungsprojekt zur deutsch-jüdischen Filmgeschichte. Sie arbeitet mit und hat Arbeiten zu Themen wie: Jüdische Filmemacher, Antisemitismus und Film, Erinnerungskultur und Multidirektionalität in (audiovisuellen) Erinnerungskulturen. Sie ist Mitglied der Redaktion der Zeitschrift Jalta Positionen zur jüdischen Gegenwart, die halbjährlich erscheint. In den Jahren 2017/18 arbeitete sie bei der Theatergruppe Futur II Konjunktiv für ein Projekt über jüdische Flüchtlinge (Vertriebene) nach dem Zweiten Weltkrieg, das in München, Frankfurt und Mülheim an der Ruhr gezeigt wurde.

Ihr Interesse gilt interdisziplinären Ansätzen und dem Austausch zwischen wissenschaftlichen, künstlerischen und politischen Aktivisten.