Lindy. The Return of Little Light

Vorführung (Online) ab:  Donnerstag, 19/11/2020 | 18:00
Q&A (Online) ab: Donnerstag, 19/11/2020 | 19:40
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Ida Persson Lännerberg, 72′,  Schweden 2019

Originalversion mit englischen Untertiteln

Lindy Larsson wuchs in einer kleinen Papiermühlen-Stadt in Südschweden auf. Er wurde nie als der akzeptiert, der er ist. Er war immer anders. Als kleiner Junge war er dünn, mädchenhaft und ohne Freunde. Er floh in eine Fantasiewelt und wurde zu der von ihm geschaffenen Superheldenfigur – Little Light –, einem Jungen, der Licht ausstrahlen konnte.

Lindy the Return of Little Light – official trailer from Chinema Film Sweden on Vimeo.

 

Lindy und seine Familie sind Roma-Travellers, eine Minderheit, die seit dem 16. Jahrhundert in Schweden lebt. Noch heute werden Roma-Travellers von der schwedischen Gesellschaft diskriminiert und erleben Missbrauch und strukturellen Rassismus.

Lindy sagt im Film: “Du bist es nicht wert, Kinder zu bekommen. Du würdest die schwedische Bevölkerung verunreinigen. Das hat man meiner Familie gesagt, einigen von ihnen. Kein Wunder, dass du Angst hast, zu sagen, wer du bist, oder dich dafür schämst, wer du bist, oder versuchst, es geheim zu halten.” Um seine Familie und die Menschen, die er liebt, zu schützen, beschloss Lindy, nie über seine Herkunft zu sprechen.

Heute ist Lindy Larsson ein gefeierter Performance-Künstler, der kurz vor dem internationalen Durchbruch steht. Der Film zeigt ihn, nicht nur bei der Suche nach seiner eigenen Identität, sondern auch bei seinen ersten Schritten auf der internationalen Bühne. Als das Maxim Gorki Theater in Berlin will, dass er seine eigene Geschichte auf der Bühne erzählt, zögert er – kann er das tun, ohne die Menschen, die er liebt, zu verletzen?  30 Jahre nach Little Light ist Lindy gezwungen, seine wahre Identität auf der Bühne zu enthüllen, und wird ein Aktivist der Roma-Travellers. Fast auf dieselbe Weise, wie er sich vor mehr als 20 Jahren als schwul geoutet hat. Ida Persson Lännerbergs Debütfilm folgt Lindy während dieser sich entwickelnden Phase seines Lebens in einem Film über Identität, Scham und darüber, wie man den Mut findet, für sich selbst einzustehen. Der Film wurde von Chinema Film Schweden bzw. der Produzentin China Åhlander produziert (Eat Sleep Die, My Aunt in Sarajevo).

 

Regie
Ida Persson Lännerberg

Kamera
Bill Watts, Niklas Forshell

Schnitt
Katinka Bröms, China Åhlander

Farbkorrektur
Gosia Gryb

DI Betreuung
Maciej Sankowski

DI Produktion
Wojtek Janio

Ton
Martin Hennel, Claus Lynge

Musik
Julia Kent

Darsteller*
Lindy Larsson

Produktion
China Åhlander

Produziert von Chinema Film SchwedenIn Koproduktion mit Sveriges Television and Film I Skåne und mit Unterstützung des Swedish Arts Grants Committee

 

Filmteam:
  • Ida Persson Lännerberg
  • Ida Persson Lännerberg
  • Ida Persson Lännerberg ist Filmemacherin und Journalistin, die in den letzten fünfzehn Jahren Geschichten über „die anderen“ erzählt, über Mechanismen von Ausgrenzung und Othering.  Bei zahlreichen Fernsehsendungen zu diesen Themen hat sie Regie geführt und initiierte beispielsweise ein Medienprojekt mit Migrant*innen-Kindern in den Vororten von Malmö über Themen wie Liebe, Identität und Zukunftsträume.

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