EDITORIAL

Veröffentlicht am

Ake Dikhea? Na kiekste?

Mit großem Fragezeichen wendet sich das Festival auch in diesem Jahr wieder an das Publikum. Das Team des Berliner RomaTrial e.V.  lädt internationale Filmschaffende, Kinoverrückte und Interessierte mit unterschiedlichsten kulturellen, sozialen und Bildungsbackgrounds ein, gemeinsam nach den Perlen des Roma Films zu tauchen. AKE DIKHEA? fragt alle Romnja, Sintizze, Roma, Kale, Kalderash, Sinti, Lovara, Lalleri, Ursari, Beasch, Manouches, Ashkali, Aurari, Romanichals, Droma, Doma, Gypsies, Travellers und natürlich alle anderen Roma-Gruppen in Europa nach ihrer Stimme: In welchen Bildern seht ihr euch selbst, von welchen Geschichten fühlt ihr euch vertreten?

Damit eröffnet das Festival den Dialog zwischen Künstler*innen und der Vielzahl der verschiedenen Roma-Communities, aber auch zwischen Roma und Nicht-Roma. In diesem Sinne steht das Festival nicht nur im Zeichen, das Ungesehene an die Oberfläche zu holen, sondern auch von Austausch und Dialog. Der Blog will diese offene Struktur widerspiegeln. Aus einer Vielzahl an Perspektiven wird er das Festival begleiten, dokumentieren, kommentieren. Das Blog-Team versorgt die Festivalgemeinschaft hier mit Interviews, Bildern, Audiobeiträgen und weiteren Eindrücken von AKE DIKHEA? Außerdem versteht sich der Blog – dem diesjährigen Motto FÜR IMMER #EUROMA folgend –  als Forum. Das in dieser Woche erschienene Festivalprogramm verrät,  es darf neben dem klassischen Kinobesuch geworkshopt, diskutiert, Filme außerhalb des Kinosaals geschaut und natürlich gefeiert werden. Wir wollen wissen, wie divers das Festival erlebt wird – dazu brauchen wir eure Eindrücke, Augen, Ohren und Stimmen.

Alle Gäste des Festivals sind herzlich eingeladen, einen Beitrag zu schreiben und uns Kommentare zu hinterlassen. Sendet uns eure Blogartikel an blog@roma-filmfestival.com.

Den Auftakt des Blogs machen unsere Jurymitglieder Éva Kalla, Artur Conka, Candis Nergaard, Katalin Gödrös und Pablo Vega. In kurzen Interviews erzählen sie uns von der Suche nach neuen Narrativen und warum nicht nur die Filmindustrie, sondern die gesamte Medienlandschaft sie braucht. Sie geben Einblick in die schwierige Situation der Filmschaffenden und erklären gleichzeitig, weshalb gerade der Film genau das richtige Medium ist, zu einer selbstbestimmten Sprache zu finden, individuelle Geschichten zu erzählen und neue Perspektiven zu ermöglichen.

„In der Medienlandschaft muss sich im Bezug auf Roma endlich eine selbstbestimmte und authentische Bildersprache durchsetzen. Neue Narrative, welche einen besonderen Wert auf die Individualität der Protagonist*innen und ihrer Geschichten legen. Eine Filmsprache übrigens, die bei anderen Gruppen selbstverständlich ist.“

Hamze Bytyci – Künstlerischer Leiter des Festivals

 

Enjoy!

euer Blog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.