IN LIEBE UND ERINNERUNG

Damian Le Bas
(30.1.1963–9.12.2017)

Insbesondere heute, am 9. Dezember, vermissen wir unseren Freund, den Urheber des beschützenden Auges – des Erkennungszeichens des Festivals – und eine wunderschöne Seele: Den britischen Roma-Künstler Damian Le Bas, den wir immer Präsident genannt haben, Präsident des GYPSYLAND EUROPA.

„Gypsyland Europa ist mein Traum, genau wie Martin Luther Kings Traum. Meine Karten sind eine subversive imaginäre Eroberung, ein Roma-Widerstand gegen Rassismus und Rechtspropaganda. Ich kann nicht gut lesen und schreiben, also ist meine Kunst meine Stimme und Waffe für meinen Roma-Widerstand.“

Damian Le Bas

 

Damian Le Bas wurde 1963 in Sheffield, U.K., geboren. Er studierte 1985 bis 1987 am Royal College of Art London und war einer der sechzehn Künstler*innen, die Paradise Lost, den ersten Roma-Pavillon im Rahmen der Venedig Biennale 2007 realisierten. Zusammen mit seiner Frau, der Künstlerin Delaine Le Bas, kreierte er Safe European Home?, er initiierte auch die zwei Kunstprojekte Gypsy Revolution und Gypsy DaDa. Seine Werke wurden seit Ende der 1980er Jahre international ausgestellt. Damian Le Bas war Initiator von COME OUT NOW! 1st Roma Biennale.

Damian hat uns viel zu früh am 9. Dezember 2017 verlassen – vor genau einem Jahr. Wir können es immer noch nicht wirklich glauben, dass er nicht mehr mit uns ist. Diese Zeichnung von ihm erinnert uns an die wundervolle Zeit, die wir währen der 1. Ausgabe des Roma-Filmfestival AKE DIKHEA? im Oktober 2017 mit ihm hatten, und gibt uns Kraft, um das weiterzuführen, was wir zusammen angefangen: JELL ON, PRALLAS AND PHENS! MACHT WEITER, BRÜDER UND SCHWESTERN!

FESTIVAL-BLOG

EDITORIAL

2. Dezember 2018

Das Roma-Filmfestival AKE DIKHEA? eröffnet den Dialog zwischen Künstler*innen und der Vielzahl der verschiedenen Roma-Communities, aber auch zwischen Roma und Nicht-Roma. In diesem Sinne steht das Festival nicht nur im Zeichen, das Ungesehene an die Oberfläche zu holen, sondern auch von Austausch und Dialog. Der Blog will diese offene Struktur widerspiegeln. Aus einer Vielzahl an Perspektiven wird er das Festival begleiten, dokumentieren, kommentieren. Das Blog-Team versorgt die Festivalgemeinschaft hier mit Interviews, Bildern, Audiobeiträgen und weiteren Eindrücken von AKE DIKHEA?

EINLADUNG VON DER FESTIVAL-JURY ZU
AKE DIKHEA? vol. 2

2. Dezember 2018

Sieben Gründe, das Roma-Filmfestival 2018 zu besuchen - direkt von der Festival-Jury Artur Conka, Éva Kalla, Candis Nergaard, Katalin Gödrös und Pablo Vega, die für die diesjährige Filmauswahl verantwortlich sind!



DAS FESTIVAL-PROGRAMM WURDE VERÖFFENTLICHT!

Dieses Jahr bietet das Festival-Programm 25 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme an, zwei Schulscreenings, ein Workshop zu machtkritischen Bildern, eine Podiumsdiskussion über Roma-Frauen im Film und natürlich eine Party. Mit seinem Motto FÜR IMMER #EUROMA stellt das Festival ein Plädoyer für  ein offenes Europa dar, in dem Roma seit Jahrhunderten zu Hause sind – und in dem sie nach Jahrhunderten der Unterdrückung endlich einen gleichwertigen, selbstbestimmten Platz in der Gesellschaft beanspruchen.

Eröffnungsabend mit Welt- und Deutschlandpremieren

Das Festival wird am 6. Dezember um 18.30 Uhr mit zwei Filmen eröffnet, die sich aus verschiedenen Perspektiven dem auf dem ersten Blick klischeehaften Narrativ eines Roma-Boxers nähern: Der Kurzfilm WRESTLING WITH MY ROOTS vom britischen Regisseur Charles Newland, der bei AKE DIKHEA? seine Weltpremiere feiert, porträtiert den Kampf eines Boxers um die eigene Identität. Die Deutschlandpremiere des Dokumentarfilms GHETTO BALBOA vom ungarischen Regisseur Árpád Bogdán stellt die Frage, ob der Boxsport auch ein Vehikel für den Aufstieg und das Entkommen aus einem prekären Leben sein kann. Beide Regisseure, die sich aktiv zu ihren Roma-Wurzeln bekennen, werden ihre Filme persönlich vorstellen.

Starke Romnja und Sintizze

Der Sonntag, 9. Dezember, wird dem Fokus auf Romnja und Sintizze im Film gewidmet: egal ob als Regiseurinnen oder Protagonistinnen. Alle Sonntag-Filme zeigen daher starke weibliche Protagonistinnen - egal ob weltberühmte Flamenco-Tänzerin LA CHANA im gleichnamigen Dokumentarfilm von Lucija Stojevic, ein armes Mädchen namens VALENTINA (von Maximilian Feldmann), das in einer baufälligen Einzimmer-Hütte im Roma-Viertel Shutka, in Skopje, Mazedonien, lebt, oder eine der wichtigten Menschenrechtsaktivist*innen im Europa des 20. Jahrhunderts wie TAIKON (von Gellert Tamas & Lawen Mohtadi).

JURY 2018

AKE DIKHEA? geht in die zweite Runde!

Nach dem erfolgreichen Start im Jahr 2017 geht das AKE DIKHEA? Roma-Filmfestival in die zweite Runde! Auch dieses Jahr steht es für Selbstbestimmung, erfrischende Innenperspektive von verschiedenen Angehörigen der größten Minderheit Europas und natürlich für gute Filme! Weitere Informationen zur diesjährigen Jury-Besetzung, zu den Filmen, auf die man sich freuen kann, und zum Rahmenprogramm folgen demnächst!

Wir freuen uns auf euch, wenn es wieder heißt:
AKE DIKHEA? SIEHST DU?

6. - 10. Dezember 2018
Moviemento, Berlin-Kreuzberg

EINDRÜCKE VON AKE DIKHEA? vol. 1

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